Pferdepflege FN


Im Rahmen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme qualifizieren wir die Teilnehmenden gezielt für den Beruf des Pferdepflegers. Ziel unserer Maßnahme ist die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt. Um ein anerkanntes Zertifikat vergeben zu können, mit dem diese Vermittlung gelingen kann, setzt das Fördercentrum auf eine enge Anlehnung an die Ausbildungsinhalte und das Prüfungssystem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN. Der Basispass Pferdekunde wird als Zwischenprüfung von Prüfern der FN abgenommen. Für die Abschlussprüfung besuchen die Teilnehmenden einen zweiwöchigen Prüfungslehrgang an der Landesreit- und Fahrschule Rheinland und legen dort im Anschluss ihre Prüfung vor einem Richtergremium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ab. Das Zertifikat „FN geprüfter Pferdepfleger“ ist für die Mehrheit der Absolventen die Eintrittskarte in ein reguläres Arbeitsverhältnis. Im Rahmen der Prüfung ist es zusätzlich möglich, das Longierabzeichen FN zu erwerben.
Folgende Ausbildungsinhalte werden gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der FN gelehrt:

Ausbildungsinhalte

In den 6 Monaten der Grundstufe steht das Kennenlernen des Hofes, der Pferde und des Berufsfeldes im Vordergrund, hier gilt das Motto: „Vom Leichten zum Schweren“.

Die angehenden Pferdepfleger sollen sich in der Grundstufe vorrangig mit der Verhaltensbeurteilung des Pferdes, dessen Pflege, der täglichen Stallarbeit und Stalleinrichtung sowie der Stallhygiene beschäftigen. Sie lernen in dieser Zeit die grundlegenden Fertigkeiten die im Verlauf der weiteren Stufen verfestigt und vertieft werden.

Ab der Förderstufe, welche 5 Monate umfasst, werden die Inhalte verfestigt und ausgeweitet. Es kommen weitere Inhalte hinzu, wie die Auseinandersetzung mit Sattel und Zaumzeug sowie dessen Pflege, das Longieren, das sichere Verladen und den Transport eines Pferdes. In der Förderstufe wird schon deutlich mehr Wert auf die selbstständige Bearbeitung der Aufgaben gelegt und erste Erfahrungen in externen Praktika sollen gewonnen werden.

Die letzte Stufe der Qualifizierung zum Pferdepfleger/in umfasst 7 Monate. Ein besonderer Schwerpunkt stellt nun die Vertiefung der gelernten Inhalte sowie die Mithilfe beim Schmied, Veterinärkunde, Beschlagslehre, Fütterung, der Umgang mit dem Trecker, Instandhaltungsarbeiten und das vertiefen des Berufsständischen Wissens dar. Es sollen die erlernten Tätigkeiten aus den vorangegangen Stufen selbstständig angewendet werden.

In dieser Stufe bieten weitere externe Praktika eine besondere Herausforderung. Diese sollen dazu dienen, die erworbenen Kenntnisse in einem anderen Kontext sicher anzuwenden, sich im Berufsfeld zu orientieren und ggf. eine Anstellung zu erlangen.

Im Rahmen des Unterrichts soll sich der/die Teilnehmer/in mit Hilfe der Pädagogen und Lehrer mit allen theoretischen Inhalten der Pferdepflege auseinandersetzen. Grundlagen hierfür ist die APO (Ausbildungsprüfungsordnung) der FN und die Richtlinien Reiten und Fahren 1- 6.

Auch in der Berufsschule werden einmal in der Woche allgemeinbildende Inhalte vermittelt, sowie Berufs- und Pferdekunde gelehrt.

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme „Pferdepflege“ endet mit einem zweiwöchigen Lehrgang in der Landes-Reit und Fahrschule Rheinland. Dieser schließt mit einer Prüfung ab. Nach bestandener Prüfung wird das Zertifikat „FN-geprüfter Pferdepfleger“ ausgehändigt.

In regelmäßigen Einsätzen als Helfer auf regionalen und überregionalen Turnieren (z.B. das Bundeschampionat in Warendorf), sowie Turnierbegleitungen mit aktiven Reitern, lernen die Jugendlichen auch dieses Arbeitsfeld kennen.